Entwicklungstagung 2008

Thema: Wachstum Umwelt Entwicklung

Die Welt ist im Umbruch. Auf drei Entwicklungstagungen versuchten wir diese Veränderungen besser zu verstehen. Die erste Österreichische Entwicklungstagung 2001 in Salzburg widmete sich der Zivilgesellschaft und damit einer Akteurin bzw. einem Aktionsfeld der Einen-Welt-Bewegung. Die zweite Österreichische Entwicklungstagung 2003 in Graz versuchte, dem Phänomen der Globalisierung auf die Spur zu kommen. Ganz wesentlich ging...

Programm

Die Entwicklungstagung bring fragmentierte Weltsichten zusammen: Menschen aus den Bereichen Ökologie und Entwicklungspolitik debattieren miteinander über die großen Fragen der Zukunft. Das Programm des Reflexionsvorganges wurde von einer eigens eingesetzten Arbeitsgemeinschaft ausgearbeitet. Diese besteht aus MitarbeiterInnen des Paulo Freire Zentrums, der AG Globale Verantwortung, Südwind Tirol, der Universität Innsbruck, der ÖFSE, von Politischen Akademien und...

Workshop 15: Regenbogen der Wünsche.

Der Regenbogen der Wünsche spannte einen Bogen von unseren eigenen Vorstellungen hinsichtlich Wachstum, Umwelt und Entwicklung hin zu einer kollektiven Sichtweise. Über eine theaterpädagogische Annäherung an das Tagungsthema. Nicht nur TeilnehmerInnen seien die BesucherInnen seines Workshops, sondern vielmehr TeilgeberInnen, sagte Armin Staffler, Theaterpädagoge und Leiter des Theaterworkshops Regenbogen der Wünsche. Die Arbeit erfolgte szenisch, über...

Workshop 14: Ilisu hat System: Einblicke in die österreichische Exportförderung.

Nicht-Regierungs-Organisationen verweisen seit etlichen Jahren auf hochproblematische österreichische Exportprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern, welche meist ohne Wissen der Öffentlichkeit staatliche Exportförderungen erhalten. Hintergründe dazu zeigte dieser Workshop auf. Nach einer kurzen Vorstellung des Vortragenden Thomas Wenidoppler (ECA Watch Österreich) sowie der TeilnehmerInnen konnte der Workshop gleich mit einer einleitenden Frage beginnen: Was sind ECAs? Was...

Workshop 13: Politische Ökologie: Politisches Projekt und Wissenschaft von ökologischen Verteilungskonflikten.

Menschen befinden sich mitten in ökologischen Verteilungskonflikten. Im Workshop über  Politische Ökologie wurden Grundannahmen der Forschung über diese Konflikte vorgestellt und Konzepte für politisches Handeln diskutiert. Karin Fischer, Obfrau des Mattersburger Kreises und Chefredakteurin des Journals für Entwicklungspolitik, eröffnete den Workshop mit einem kurzen Input darüber, wie die ökologische Krise in der Entwicklungsdebatte aufgegriffen wurde....

Workshop 12: Vermessene Lebensstile.

In Informations- und Bildungsprozessen werden qualitative Phänomene quantifiziert. Wie dies vor sich gehen kann und inwiefern die damit einhergehende Reduktion sinnvoll ist, wurde in Bezug auf Lebensstile diskutiert. Nach einleitenden Worten der Seminarleiterinnen Regina Steiner (Forum Umweltbildung) und Ulli Vilsmaier (Universität Salzburg) und einer kurzen Vorstellungsrunde der TeilnehmerInnen, widmeten wir uns alsbald einschlägigen Vorarbeiten, um...

Workshop 11: Globales Lernen konkret: Lebensmittel Mittel zum Leben?

Globales Lernen durch persönliches Erleben kennen zu lernen und das eigene Bewusstsein für Ernährungsfragen schärfen, waren die Ziele dieses Workshops. Thematisiert wurden dabei v. a. die weltweiten Preissteigerungen für Grundnahrungsmittel und die Lebenssituation der Bauern und Bäuerinnen in aller Welt. Zunächst konnten sich nur wenige TeilnehmerInnen unter dem Begriff „Globales Lernen“ konkret etwas vorstellen. Aus...

Workshop 10: Globaler Express ins Krisenland.

Hunger und die weltweite Nahrungsmittelkrise waren die Kernthemen dieses Workshops, in dem aufgezeigt wurde, inwiefern die weltweite Nahrungsmittelkrise als jahrelang praktizierte Menschenrechtsverletzung zu begreifen ist. Nach einer kurzen aber interessanten Vorstellungsrunde der WorkshopteilnehmerInnen stellten die Gastgeberinnen zunächst die Organisation vor, in deren Auftrag sie von Wien ins sonnige aber kalte Innsbruck gereist waren. FIAN steht...

Workshop 9: Finanzmärkte und Nachhaltigkeit.

Klaus Gabriel teilte als Leiter des interaktiv angelegten Arbeitskreises bei der IV Entwicklungstagung in Innsbruck sein Wissen über entwicklungspolitische Aspekte von Geldanlageformen mit den zahlreichen TeilnehmerInnen des Workshops. Sabine Martin-Jell (ÖFSE) moderierte souverän durch das Programm. Während das Thema ethische Formen des Investment bis zum Ende des 20. Jahrhundert von den Finanzmärkten zunächst gar nicht,...

Workshop 8: Millenniumsziele Umsetzung lokal und kommunal.

Nachhaltigkeit und Armutsreduktion sind in den Milleniumszielen festgeschrieben. Aber wie können Klimaschutz und Entwicklungspolitik konkret in lokalen Kontexten umgesetzt werden? Zum Auftakt des Workshops stellte Gottfried Krasa, Leiter der Abteilung Umweltrecht im Amt der NÖ Landesregierung, die Schwerpunkte der Entwicklungspolitik des Bundeslandes Niederösterreich in einem Kurzvortrag vor. Bei der Auswahl von Projekten waren drei Initiativen...

Workshop 7: Globale Verantwortung.

„Wachstum Umwelt Entwicklung“ diese Zusammenhänge müssen auf globaler Ebene betrachtet werden: Einerseits essen wir beispielsweise Obst aus Lateinamerika, andererseits sind wir mit Krisen globalen Ausmaßes konfrontiert. Wie können wir nicht nur in diesem Kontext verantwortlich handeln? Stephan Lutter (Sustainable European Research Institut Wien) präsentierte den 17 TeilnehmerInnen des Workshops zunächst eine kurze und prägnante Einführung...

Workshop 6: Genderansätze in der Entwicklungs- und Umweltpolitik.

Die Berücksichtigung von Geschlechterverhältnissen in der Umwelt- und Entwicklungspolitik ist zumindest theoretisch mittlerweile Standard. Behandelt wurden, welche theoretischen Konzepte diesbezüglich wichtig sind und welche Probleme nach wie vor bestehen. Der Workshop wurde von Gertrude Eigelsreiter-Jashari (Südwind NÖ), Sabine Hilbert (Amt der NÖ Landesregierung), Brigitte Holzner (ADA) und Gottfried Krasa (Abt. Umweltrecht im Amt der NÖ...

Forum 5: Nutzungskonflikte um die Ressource Wasser Machtverhältnisse und Entwicklungskonzepte im Widerspruch?

Im Forum 5 der Entwicklungstagung beschäftigten sich die TeilnehmerInnen mit dem Menschenrecht auf Wasser, seinen komplexen Problemen und vielseitigen Konflikten. Der blaue Planet Erde. Die Erde besteht zu 2/3 aus unserer Lebensgrundlage, dem Wasser. Trotzdem haben über eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und jährlich sterben Millionen Menschen an Krankheiten, die durch schmutziges...

Forum 2: Technologischer Fortschritt als Ausweg aus dem Umwelt-Wachstum Dilemma?

Die Welt hat sich in ein Dilemma manövriert: Auf der einen Seite steht die Entwicklungsagenda, auf der anderen der Anspruch auf Nachhaltigkeit. Hilft uns die Technologie da raus? Um die globale Armut drastisch reduzieren zu können, scheint im Rahmen der dominierenden, kapitalistischen Akkumulationslogik ein beschleunigtes Wachstum in Entwicklungsländern dringend erforderlich. Gleichzeitig droht die Klimakrise und...

Abschlussplenum: Ein Beispiel und zwei Ausblicke.

Das Abschlussplenum der Entwicklungstagung sah sich der Herausforderung gegenüber, die Themen auf eine Handlungsebene zu bringen und einen Blick in die Zukunft zu wagen. Nachdem Fred Kabuye ein Beispiel präsentiert hatte, war es Elmar Altvaters und Beckie Malays Aufgabe, ihren Ausblicken und Forderungen für die Zukunft Ausdruck zu verleihen. Was tun? Im letzten Teil der...

Reflexion in Dialog und Aktion.

Nicht nur wegen dem versprochenen Kipferl hatten sich bereits zeitig in der Früh an jenem wunderschönen Sonntag, dem 16. November 2008 zahlreiche TeilnehmerInnen der Entwicklungstagung zum Reflexionsfrühstück in der SOWI Innsbruck eingefunden. Geboten wurden eine Zusammenfassung der Foren sowie ein Regenbogen der Wünsche. Reflexion in Dialogform zum Frühstück. Andreas Exenberger (Universität Innsbruck) und Birgit Habermann...

Landwirtschaft. Eine Herausforderung für Ernährungssouveränität im Zeitalter von Gen- und Biotechnologie.

Wie kann eine nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung aussehen und wer soll darüber entscheiden? Ausgehend vom komplexen Spannungsfeld zwischen Ernährungssicherheit und souveränität in Uganda standen diese Fragen im Mittelpunkt einer facettenreichen Diskussion. Fast die Hälfte der Bevölkerung Ostafrikas ist von einer kleinräumigen, vorwiegend an Subsistenz orientierten Landwirtschaft abhängig. Zugleich sind immer mehr Menschen in der Region von...

Energie. Ein zentraler Angelpunkt für Klimapolitik.

Konkrete Widersprüche im Themenkomplex Wachstum Umwelt Entwicklung der Entwicklungstagung wurden am Samstagvormittag, den 15. November 2008, anhand der Bereiche Energie und Landwirtschaft aufgezeigt. Als Einstieg wurde der Film Momentaufnahme von Michael Stoeger gezeigt. Er veranschaulichte den Umgang mit den Ressourcen der Erde in verschiedenen Regionen und bot einen eindrucksvollen Bogen zum Thema der Tagung. Das...

Eröffnung der Vierten Österreichischen Entwicklungstagung.

Die Eröffnung der Entwicklungstagung am Freitag, 14. November 2008 bot eine interessante Einführung in das Thema „Wachstum Umwelt Entwicklung“ in Form einer Podiumsdiskussion. So komplex wie das Thema ist, so vielseitig waren die Sichtweisen und Positionen. Andreas Exenberger (Uni Innsbruck) und Gerald Faschingeder (Paulo Freire Zentrum, Koordinator der Tagung) eröffneten die Vierte Österreichische Entwicklungstagung und...

Forum 4: Auf dem Boden der Realität. Die Früchte der globalisierten Landwirtschaft.

Weltweit sinkende landwirtschaftliche Erträge auf der einen und eine steigende Bevölkerungsrate auf der anderen Seite führten zu einer Situation, die heute als Weltnahrungsmittelkrise Schlagzeilen macht. Im Forum Landwirtschaft wurden abseits von Monokultur und Massenproduktion sozial gerechte Antworten auf die Krise gesucht. Eine rasche Abfolge von Bildern versetzte die TeilnehmerInnen direkt mitten ins Thema und auf...